|
|
Am Mittellandkanal, in Höhe der Ortschaft Bramsche bei Osnabrück, wurde vom WSA - Minden eine altersbedingte Spundwanderneuerung der westlichen Uferbefestigung ausgeschrieben. Nach 30 Jahren Standzeit war die dort vorhandene Larssen 20 stellenweise so stark korrodiert, dass die Standsicherheit insbesondere in der empfindlichen Dammstrecke (d.h. der Kanalwasserspiegel liegt hier über dem umgebenen Gelände) nicht mehr gegeben war. Da der vorhandene Kanalquerschnitt aufgrund steigender Verkehrszahlen nicht verengt werden darf, wird hier die neue Spundwand 75 cm landseitig hinter die vorhandene Spundwand gerammt (Bild unten).
|
| |

|
| |
|
Die Rammarbeit wird hierdurch erheblich erschwert, da die vorhandene
Rückverankerung der alten Spundwand erst freigelegt und abschnittsweise
gekappt werden muss. Erst jetzt kann die neue Spundwand gerammt werden.
Wegen der z.T. unmittelbar anliegenden Bebauung, sowie einem nur 2,5 m
neben der Rammtrasse liegendem Glasfaser-Datenkabel, ist hier
modernste, erschütterungsarme Rammtechnik erforderlich. Zum Einsatz
kommt eine variable, hochfrequente Vibrationsramme (Bild oben). Dennoch
werden baubegleitend kontinuierlich Erschütterungsmessungen in den
umliegenden Gebäuden, sowie Grundwasserspiegelmessungen im umliegenden
Gelände durchgeführt. Nach dem Einbringen der neuen Spundwand, werden
die vorhandenen Schrägpfähle erneut zur Rückverankerung genutzt, indem
eine spezielle Lasteinleitungskonstruktion den Übergang zwischen neuer
Spundwand und altem Schrägpfahl schafft. Erst jetzt kann die alte
Spundwand durch einen Unterwasserbrennschnitt gekappt werden, und die
Sohldichtung des nun etwas breiter gewordenen Kanals bis zur neuen Wand
ergänzt werden. Insgesamt werden in dieser Maßnahme auf einer Länge von
2510 m ca. 2300 to Doppelbohlen des Profils: VL 603 Z 11 verbaut, sowie
ca. 11.000 m³ Boden bewegt. Man rechnet mit einer Standzeit der neuen
Wand von 80 bis 100 Jahren. |
| |
|
|
| Bauvorhaben: |
|
Instandsetzung der Uferspundwand im Bereich des MLK von km 31,220 bis 33,732 „Bramsche 7“ |
| Auftraggeber: |
|
Wasser und Schifffahrtsamt Minden, Am Hohen Ufer 1 - 3, 32425 Minden |
| Bauzeitraum: |
|
März 2006 bis vorrausichtlich Februar 2007 |
| | | 
|
|
|
|