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Die Fa. Enercon aus Aurich (Deutschland) hat den Startschuß für den Bau der ersten deutschen Near-Shore-Windkraftanlage gegeben. Ab Anfang Juni bauten LUDWIG FREYTAG und TAGU im Mündungsbereich der Ems (bei Emden, in der Nähe des Südkais) dafür ein Fundament. Die Baumaßnahme umfasste den vollständigen Neubau des Gründungskörpers einschließlich der Tiefgründungspfähle, des Baugrubenverbaus sowie des Betonschaftes aus Spannbeton mit einer runden Deckenplatte, die anschließend für die Montage des Stahlmastes der Windkraftanlage dient.
Die Konstruktion besteht aus einer achteckigen Fundamentplatte mit einer Dicke von 2,30 m bis 2,50 m. Die Anlage erhielt eine Tiefgründung aus 40 Stahlrohrpfählen mit einem Durchmesser von 1020 mm, die auf zwei Kreisen um den Mittelpunkt angeordnet wurden. Die Pfähle erhielten unterschiedliche Neigungen. Sie wurden bis auf eine Tiefe von fast 40 Metern in den Erdboden gerammt.
Zu allererst wurden die oben genannten Tiefgründungspfähle eingerammt, danach folgten die Spundwandbohlen. Nachdem dann die Baugrube auf eine Tiefe von bis auf -4,00 mNN ausgebaggert worden ist, wurden die Betonarbeiten ausgeführt. Diese Arbeiten waren im September 2004 beendet worden.
Um Erfahrungen für den Bau von reinen Off-Shore Anlagen (wie z. B. geplant in der Nordsee) zu sammeln, erfolgten Anlieferungen und Arbeiten komplett vom Wasser aus.
Für die Anlagenmontage wurde extra ein schiffbarer Zugang zur Ems hergestellt. Von einem rund 100 Meter langen, 30 Meter breiten und sieben Meter hohen Ponton wurden die Teile auf die Baustelle gebracht. Eine ähnliche logistische Lösung wird es dann auch bei den kommenden Offshore-Parks geben.
Nach Fertigstellung der Gründungsarbeiten wurde die Windkraftanlage vom Typ E-112 (siehe Bild) durch die Fa. Enercon aufgestellt. Der Turm (ohne die Generatorgondel) hat eine Höhe von 97 m, der Durchmesser der Rotoren liegt bei 114 m. Insgesamt erreicht die Anlage eine Gesamthöhe von 167 Metern an der Rotorspitze. Zum Vergleich: der Kölner Dom erreicht "nur" eine Höhe von 157 m. Ein einzelner Rotor hat eine Länge von 53 m, ein Jumbo Jet hat eine Spannweite von 64,44 m. Die Fläche des von den Rotoren erzeugten Kreises hat eine Größe von mehr als 10.200m², das entspricht fast der Größe eines Fußballplatzes. Wenn man diese gigantischen Abmessungen betrachtet, wird schnell klar, warum das Fundament so großzügig dimensioniert ist.
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