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TAGU Tiefbau GmbH Unterweser

 
   

Die Metaleurop investiert 2,5 Millionen Euro in neue Pier

Auch Pierkran wird saniert - Unternehmen stellt Weichen für das Jubiläumsjahr
(Ein Bericht der K r e i s z e i t u n g   W e s e r m a r s c h )


Friedrich-August-Hütte (hei). Nordenhams Industrie- und Hafenbetriebe rüsten sich an der Wasserseite für die Zukunft. Mit großem Aufwand hat die Midgard ihre Nordpier erneuert und vor wenigen Wochen die Ölpier saniert. In Einswarden ist ein neuer RoRoAnleger gebaut worden. Im November vergangenen Jahres haben die Norddeutschen Seekabelwerke eine neue Pier in Betrieb genommen. Jetzt erneuert die Metaleurop ihre 125 Meter lange Pieranlage.

Die bestehende Pieranlage hat schon fast historischen Charakter. Sie ist in Teilen 80 Jahre alt, erläutert Karl-Heinz Bruns, der bei der Metaleurop für die Instandhaltung zuständig ist. Eine Sanierung ist also überfällig.

Die Pier ist für die Metaleurop und auch für den Nachbarbetrieb Xstrata ausgesprochen wichtig. Dort werden Jahr für Jahr immerhin rund 300.000 Tonnen gelöscht, hauptsächlich Blei- und Zinkerze, aber auch rund 30.000 Tonnen Batteriepaste aus französischen Metaleurop-Werken, die per Binnenschiff nach Nordenham transportiert und hier wieder zu Blei verhüttet werden.


Anlieferung der Rohre

Die Metaleurop hat dem Nordenhamer Betrieb Tagu den Auftrag zur Piersanierung erteilt. Tagu war auch an den anderen Pierbauprojekten der vergangenen Jahre in Nordenham beteiligt. Die Metaleurop investiert 2,5 Millionen Euro in den Neubau. Hinzu kommen noch einmal 500.000 Euro für die Sanierung des Pierkrans. Die Erneuerung der Pier wird in zwei Bauabschnitten realisiert, damit die Anlage auch in der Bauphase weiter genutzt werden kann. Im Sommer kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Tagu hat bereits damit begonnen, die Rohre für die neue Pierkonstruktion in den Grund der Weser zu rammen. Die Rohre sind 25,50 Meter lang, haben einen Durchmesser von 50 Zentimetern und eine Wanddicke von 12,5 Millimetern. Die Rohre sind verzinkt und zusätzlich beschichtet, also so ausgelegt, dass sie viele Jahrzehnte halten werden.

Tagu operiert beim Neubau der Pier überwiegend von der Wasserseite aus, weil die betagte Pierkonstruktion den Einsatz eines großen Rammgerätes kaum verkraften dürfte. Die insgesamt 46 Rohre werden mit Vibratoren in einem Rüttelverfahren im Boden versenkt - insgesamt rund 12 Meter tief. Dabei werden nur die letzten Meter von Land aus gerammt. Anschließend werden die Rohre mit Beton verfüllt, um der Konstruktion zusätzliche Stabilität zu verleihen. Zwischen den Rohren wird vom Wasser aus die Metallkonstruktion eingebaut, auf der sich das Pier-Leben dann abspielt.

Auch die Instandsetzung des Pierkrans soll jetzt angegangen werden, so dass die Metaleurop an der Wasserseite der Zukunft beruhigt entgegenschauen kann. Wenn der Pierneubau im kommenden Jahr abgeschlossen ist, hat die Metaleurop gleich einen doppelten Grund zu feiern. Die Hütte wird nächstes Jahr 100 Jahre alt.



Befüllen der Rohre mit Beton

 

 
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