Nachdem Ende 2004 die Tiefbau GmbH Unterweser mit der Planung und der
Ausführung des 2,5 Mio. Euro teuren Projektes beauftragt wurde, konnte
im November 2005 die Kaje Ausrüstungshafen am Hannoverkai in
Wilhelmshaven von dem Bauherrn und Betreiber ROVA Hafenumschlag- und
Vertriebsgesellschaft mbH in Betrieb genommen werden. Planung und
Entwurf wurden gemeinsam durch die TAGU und das Ingenieurbüro Eriksen
& Partner GmbH aus Oldenburg erstellt. Zur Ausführung kam eine
kombinierte Spundwand (HZ 775 + AZ13 10/10), die mit Schrägpfählen
rückverankert und mit einem Betonholm versehen wurde.

Der 1,65 m hohe Betonholm endet auf einer Höhe von +3,00m NN. Der
Freiraum hinter der neuen Wand wurde mit Hilfe von Hopperbaggern mit
Sand verfüllt und auf eine entsprechende Geländehöhe angehoben.
Die stattlichen Abmessungen der Tragbohlen von immerhin 22,60 m bzw. 27,10 m sind auf den schlechten Baugrund zurückzuführen. Die TAGU brachte die Tragbohlen mit Hilfe einer vorgefertigten Rammführung ein. Im Anschluss hieran wurden die Füllbohlen mit einer Länge von ca. 16 m eingebaut.

Im Zuge der Rammarbeiten angetroffene Hindernisse wie Schützenbunker
und Blindgänger aus der Zeit des zweiten Weltkrieges wurden geborgen
und fachgerecht entsorgt. Die unter dem Wasserspiegel liegende,
größtenteils stark zerstörte, vorhandene Ufermauer aus der Zeit der
kaiserlichen Marine, die an zwei Stellen gekreuzt wurde, stellte das
erwartete Hindernis dar – doch auch hier siegt die Ausdauer und das
Geschick der Baumannschaft.
Die Rammarbeiten wurden unter Einsatz des Geräteträgers Helgoland II
bestückt mit dem Hitachi KH 850, und der Koppelpontoneinheit P17/P18,
die mit dem Hebegerät (Sennebogen S670) und einer Rammanlage (LRB250)
ausgerüstet war, absolviert. Als Einbaugerät diente ein Vibrationsbär
MS 25 HF, die Koppelpontoneinheit P16/P19 als Lagerponton.

Für die Rückverankerung wurden Rohrverpresspfähle (Titan 103/51 und
103/78) vorgesehen. Mit den Ankerarbeiten wurde die Neidhardt Grundbau
GmbH aus Hamburg beauftragt. Als Arbeitsplattform für das Bohrgerät,
den für die Führungsverrohrung nötigen Seilbagger und den der
Bohrmaschine assistierenden Minibagger diente unser im Außenwasser
längs vor der kombinierten Stahlspundwand liegender TAGU- Ponton P14.
Insgesamt wurden mehr als drei Kilometer Mikropfähle eingebaut.