Umzug als Chance genutzt

Rhein-Umschlag Gesellschaft: Der Firmensitz an der Rheinstraße wurde zugunsten der Stadtentwicklung aufgegeben. Aktuell befindet sich dort der Theaterhafen.


Vor der neuen Hauptverwaltung (von links): Rheinumschlag-Geschäftsführer Nico Steudel, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Michael Freiherr von der.Tann und Hergen Stolle vom Bauunternehmen Freytag & von der Linde - Bild: Martin Remmers

Oldenburg - „Es war ein finanzieller und arbeitsreicher Kraftakt, der sich aber gelohnt hat", fasste Nico Steudel, Geschäftsführer der Rhein-Umschlag Gesellschaft, den Umzug der Verwaltung zusammen. Zur offiziellen Eröffnung des neuen Bürogebäudes hatte das Unternehmen mehr als 100 Gäste geladen, um die neuen Räumlichkeiten an der Dalbenstraße zu präsentieren. Die ehemaligen Geschäftsräume an der Rheinstraße wurden zugunsten der Stadtentwicklung aufgegeben.

Erweiterung ist Chance

„Als die Stadt den Entschluss getroffen hat, den Urbanen Raum auch im Bereich des Hafens zu erweitern, hat unser Unternehmen das nicht als Vertreibung, sondern als Chance aufgenommen", berichtete der Geschäftsführer weiter. So habe man aus den ehemals drei Hafenstandorten im Stadtgebiet zwei machen können. Das Unternehmen schließe mit der Fertigstellung des Bürokomplexes an der Dalbenstraße ein Investitionsprogramm mit sechsjähriger Bauphase ab.

„Vom Abschluss des Bauvertrages der Hauptverwaltung bis zu Einzug ist aber nur etwas weniger als ein Jahr verstrichen", so Steudel weiter. Weitere Projekte seien auch die Anschaffung eines Kranes, der per Schiff aus Halle (Saale) nach Oldenburg transportiert wurde und die Errichtung eines Baustoffterminals gewesen.

„Dass sich der Umzug nicht nur für uns gelohnt hat, sieht man am alten Standort, wo jetzt der Theaterhafen entstanden ist", freute sich Steudel. Er habe es nie für möglich gehalten, dass einmal ganz Oldenburg in dieser Weise über das Hafengelände sprechen würde.

Den Gebäudekomplex selbst erläuterte Architekt Raoul Schwarz. Es habe verschiedene Überlegungen gegeben, aus dem vom Unternehmen Agravis erworbenen Altbau eine neue Hauptverwaltung zu machen. Schließlich habe man sich aber dazu entschlossen, neben das bestehende Gebäude einen Neubau zu setzen und beide Komplexe mit einer Glaskonstruktion zu verbinden.

„So haben wir gleichzeitig einen gemeinsamen Eingang für beide Gebäude und eine transparente Verbindung geschaffen", erklärte der Architekt. Er hob ebenfalls die Fassaden hervor, die mit Absicht aus möglichst wenigen, echt genutzten Materialen bestünden und so verdeutlichen sollen, wofür die Firma stehe – für Baustoffe und Schüttgüter.

Über die Geschichte des Unternehmens, das bereits seit 1937 in Oldenburg existiert, berichtete Michael von Tann, Mitglied der Eigentümerfamilie. Im Anschluss betonte er, dass die Familie sich stark mit dem Unternehmen identifiziere und ein großes Verantwortungsgefühl gegenüber den Mitarbeitern habe.

Oldenburg ist Hafenstadt

Glückwünsche zum Einzug gab es auch von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir produzieren eine ganze Reihe guter Nachrichten im Hafen", freute er sich. Dabei betonte Krogmann, der selbst segelt, dass Oldenburg neben Universitäts- und Kulturstadt eben auch Hafenstadt sei.

„Das sieht man nicht auf den ersten Blick aber durch Managementstandorte wie diesen werden die Entwicklungschancen deutlich", so der Oberbürgermeister weiter. Es sei gut, dass das Unternehmen die Möglichkeiten am Osthafen und an der Dalbenstraße genutzt habe, statt einen neuen Standort in einer anderen Stadt zu suchen.

Quelle: NWZ Online

left arrow zurück | drucken | 20.06.2018