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Neubau Hadelner Kanalschleuse

05.10.2020

Im Sommer 2018 erhielten wir als ARBEITSGEMEINSCHAFT HADELNER KANALSCHLEUSE bestehend aus den Firmen LUDWIG FREYTAG GmbH & Co. KG (TGF) und TAGU Tiefbau GmbH Unterweser (KGF) vom NLWKN Stade den Auftrag zur Errichtung der neuen Hadelner Kanalschleuse.  

Die (alte) Hadelner Kanalschleuse wurde 1854 sowohl für die Entwässerung des Hadelner Kanals, als auch für die Binnenschifffahrt zwischen Elbe und Weser gebaut. Die Bestickhöhe des Elbdeiches lag seinerzeit auf NN +6,60 m. Das alte Bauwerk ruht auf einer Holzpfahlgründung, die die heute und auch in den kommenden Jahren erforderlichen Abmessungen des Deiches sowohl in den Längenabmessungen der Böschungen als auch in der Höhe nicht verkraften kann. 1968 wurde eine binnenseitig anschließende Spundwandkammerschleuse errichtet. 1985 wurden die Deiche im Bereich der Kanalschleuse auf NN +7,73 m entsprechend den Erkenntnissen der Sturmfluten von 1962 und 1976 erhöht. Die Aufhöhung im Bereich der Schleuse von NN +6,60 m auf NN +7,73 m musste schon 1985 durch eine Betonbrücke, die eigene Fundamentpfähle links und rechts des Schleusenkörpers erhielt, erfolgen. Im Bereich der Hadelner Kanalschleuse hat der Hauptdeich ein Unterbestick von rd. 1,00 m.  

Der Neubau der Hadelner Kanalschleuse ist daher hauptsächlich eine dringliche Küstenschutzmaßnahme zur Herstellung des aktuellen Küstenschutzniveaus. Sie muss auch zukünftig die Schleusenfunktion übernehmen. Der Schifffahrtsweg Elbe-Weser ist verordnungsgemäß mit Fahrzeugen von einer Länge von 33,5 m, einer Breite von 5 m und einem Tiefgang von 1,5 m befahrbar. Derzeit wird der Kanal nur noch von der Freizeitschifffahrt genutzt; die gewerbliche Schifffahrt ist vor einigen Jahren vollständig zum Erliegen gekommen.  

Das Gesamtprojekt umfasst im Wesentlichen die Errichtung der oben benannten Kanalschleuse mit drei Hubtoren, eines Einlaufbauwerkes/Pumpwerkes zur Sicherstellung der Entwässerung des Hinterlandes und des schlüsselfertig zu erstellenden Betriebsgebäudes.  

Die Fotoaufnahmen spiegeln den Stand 09/20 wider; es ist zu erkennen, dass der gesamte Bereich des Außendeichs fertiggestellt ist; des Weiteren befindet sich der Betonbau der zukünftigen Schleusenkammer auf Hochtouren. Die Arbeiten verlaufen weiterhin außerordentlich termintreu und schreiten mit großen Schritten voran.

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