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Das Rote Siel hat wieder eine Brücke

Am Rande der Arbeiten wurde bekannt, dass die Stadt Emden den Kostenrahmen von 13 Millionen Euro einhalten kann. Daran war lange gezweifelt worden.

28.09.2012

Emden - So langsam kann Wolfgang Fecht durchatmen. In den vergangenen Monaten hatte der Bauleiter für die Sanierung des Roten Siels in Emden mit allerhand Problemen zu kämpfen – vor allem mit unerwarteten Hindernissen im Untergrund. Am Donnerstagmorgen nahm er locker gemeinsam mit den Firmen Ludwig Freytag, Klaas Siemens und zwei Ulferts-Kränen die letzte große Hürde auf dem Weg zum Abschluss der Sanierung: Die 64 Tonnen schwere neue Brücke wurde eingehängt. „Es lief alles nach Plan“, sagte Fecht am Donnerstagnachmittag.

Die Brücke war schon am Mittwoch von den Siag-Nordseewerken zur Baustelle gefahren worden. Dort nahmen sie die beiden Kräne auf den Haken, drehten sie um 90 Grad und setzten sie passgenau auf die Pfeiler. Die Brücke steht jetzt noch einige Tage lang etwas schräg, weil die Feinjustierung doch einige Zeit in Anspruch nimmt. Es wird noch bis Ende November dauern, ehe die Klappbrücke in Betrieb gehen kann. Denn auch die Hydraulik muss noch eingebaut werden. Damit sie es nicht ganz so schwer hat, haben die Ingenieure ein rund 80 Tonnen schweres Gegengewicht in die Brücke eingebaut. Die schweren Stahlplatten, die für das Gewicht sorgen, müssen ebenfalls noch geliefert werden.

Promenade auf der Nordseite ist fast fertig

Es ist zwar noch eine Menge zu tun, aber es handelt sich jetzt „nur“ noch um Restarbeiten. „Und vor allem arbeiten wir über der Erde“, meint Fecht, der sich ungerne an die vielen harten Überraschungen aus dem Emder Untergrund rund ums Rote Siel erinnert. Fast fertig ist die Promenade auf der Nordseite. Dort waren die Arbeiter am Donnerstag mit dem Verfugen beschäftigt. Auf der Südseite ist die Promenade noch nicht einmal gepflastert. Rund um die Brücke passiert auch noch einiges. So muss die Friedrich-Ebert-Straße vor der Brücke leicht angehoben werden.

Wenn das Wetter mitspielt, kann die Sanierung des Roten Siels noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Emder und ihre Gäste haben dann für 13 Millionen Euro neue Uferbefestigungen, eine sehens- und erlebniswerte Promenade von der Faldernbrücke bis zur Kesselschleuse und eine Klappbrücke mit dem beliebten Brückenwärterhäuschen. Zudem hat es die gewerbliche Schifffahrt etwas einfacher, weil der Lauf des Roten Siels leicht begradigt wurde. Fecht bestätigte am Donnerstag noch einmal, dass die 13 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket reichen. Nach derzeitigem Stand werde es nicht zu Mehrkosten kommen.


Quelle: OZ-Online, Freitag, den 28. September 2012

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