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Die Suche nach aufsteigenden Luftblasen

Emden. Der von der Firma Ludwig Freytag am Mittwoch freigelegte Schacht war ein wichtiger Hinweis auf der Suche nach der undichten Stelle im Kanal. Diese hatte wie berichtet zu einem Wassereinbruch auf dem Wall geführt.

28.09.2012

Mittlerweile wurden in dem Schacht zwei Rohre gefunden. Eines, aus dem Wasser strömte, wurde provisorisch verschlossen, sodass nun vorerst kein Wasser mehr auf den Wall läuft.

Wie berichtet wurde bereits seit Dienstagnachmittag in Höhe der kleinen Wallbrücke nach der Ursache für das in einen Graben strömende Wasser gesucht. Am Mittwoch wurde unweit der Austrittsstelle ein gemauerter Schacht unter der Erde entdeckt. Nachdem dieser leer gepumpt war, stellten die Arbeiter fest, dass es dort zwei Rohre gibt, sagte der stellvertretende Leiter der Abteilung Straßen- und Tiefbau beim Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE), Wolfgang Fecht, gestern auf Nachfrage der Emder Zeitung.

Durch eines dieser Rohre kam das Wasser in den Schacht. Mittels einer Blase, einer Art aufgepumptem Gummiballon, ist diese Öffnung nun zunächst verschlossen worden. An welcher Stelle des Kanals das Wasser in das Rohr eintritt, ist weiterhin unklar. Sicher ist nur, dass es aus dem Kanal kommt. Mittels einer Sonde haben die Arbeiter gestern lokalisieren können, wo und wie tief das Rohr liegt. Die Mitarbeiter der Firma Ludwig Freytag bliesen weiterhin Druckluft in dieses Rohr. ”Wir haben gehofft, durch aufsteigende Blasen im Kanal erkennen zu können, wo das Rohr endet”, sagte der Niederlassungsleiter Jens Hinrichs.

Aufgegangen ist dieser Plan jedoch nicht, da keine Blasen aufgestiegen sind. ”Wir haben sogar im Schwanenteich nachgesehen”, sagte Hinrichs. Heute soll nun eine Spezialkamera gegen den Strom das Rohr hinauffahren und das Ende finden. Ob das wegen der starken Strömung klappt, ist noch unklar. ”Momentan weiß kein Mensch, wo das Rohr anfängt”, stellte Hinrichs fest. Einfach zubetonieren könne man es aber auf keinen Fall, denn das Wasser würde weiter fließen und könnte andere Austrittswege finden und so vielleicht einen größeren Schaden anrichten. Das zweite Rohr im Schacht endet im Erdreich und wird in den kommenden Tagen verschlossen. Die Schwierigkeit für den BEE und die Arbeiter von Ludwig Freytag besteht darin, dass es keine Pläne von dem Gebiet gibt und niemand weiß, wo welche Rohre verlaufen.


Quelle: Emder Zeitung, Freitag, den 28. September 2012

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