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Oldenburger bauen VW-Werk in Polen mit

Das Bauunternehmen Ludwig Freytag errichtet für den Volkswagen-Konzern eine riesige Karosseriebauhalle im westpolnischen Wrzesnia (Wreschen). Spektakulär ist die kurze Bauzeit von neun Monaten.

20.11.2014

Der Volkswagen-Konzern baut im westpolnischen Wrzesnia (Wreschen) auf der grünen Wiese ein völlig neues Werk – und ein Herzstück, die riesige Halle für den Karosseriebau per Roboter, wird von einem Unternehmen aus Nordwestdeutschland errichtet! „Wir bauen die Karosseriehalle“, sagte am Freitag Johannes van der Linde, geschäftsführender Gesellschafter des Oldenburger Bauunternehmens Ludwig Freytag, im Gespräch mit dieser Zeitung. VW habe mit dem Unternehmen bereits beim Neubau einer gleichartigen Karosseriebauhalle für den neuen Passat in Emden und Projekten in Wolfsburg gute Erfahrungen gemacht.

Und darum geht es in Polen, östlich von Posen: Die Halle ist rund 95 000 Quadratmeter groß. Rund 40 Millionen Euro werden verbaut. Als spektakulär gilt die kurze Bauzeit von neun Monaten. Bauleiter aus Weser-Ems sind schon seit Wochen vor Ort.

Von Mitte 2016 an sollen in dem Werk nahe Posen jährlich rund 85 000 Fahrzeuge vom Typ Crafter vom Band gehen. 2300 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Bei der Grundsteinlegung freute sich Polens Wirtschaftsminister Janusz Piechocinski, der Fabrikneubau werde auch neue Chancen für polnische Zulieferer schaffen.

Auch die Oldenburger Mannschaft von Ludwig Freytag – neun Bauleiter – setzt vor Ort bei der Ausführung meist auf polnische Partner, erläuterte Axel Kirchner, Leiter der Niederlassung Oldenburg und ab 1. Januar technischer Geschäftsführer bei Ludwig Freytag. Seit Anfang Oktober sei man vor Ort am Werk.

Sein Team erlebt eine spannende Zeit: Es reist Sonntagabend per Bus an und kommt am Freitag per Flugzeug zurück. Gewohnt wird in einem extra angemieteten Einfamilienhaus: Hotelkapazitäten sind vor Ort eng begrenzt. Das Projekt bedeute insgesamt „ein Abenteuer, aber vor allem viel Arbeit“.

Für gute Verständigung sorgen auch ein gebürtiger Pole, der seit seiner Geburt in Deutschland lebt, als Bauleiter und auch eine deutsch-polnische Sekretärin.

Kirchner selbst wird in Kürze auch wieder mal vor Ort sein. Das gehe dort jetzt in Riesenschritten voran, schon im Februar solle das Dach stehen, mit 8500 Tonnen an verbautem Stahl aus Süddeutschland, erläutert er. Der Beton kommt aus einem eigens errichteten Mischwerk.

Vor Ort sei man quasi die einzige direkt beteiligte Firma, die ihren Sitz in Deutschland habe, freut sich Kirchner.

Quelle: Nordwest Zeitung, 15.11.2014

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