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Erneuerung der Sportbootwartestellen an der Schleuse Wolfsbruch

Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Magdeburg wurden seit Ende September 2014 die Sportbootwartestellen an der Schleuse Wolfsbruch erneuert. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten am 17. April 2015 wird dem Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde, als Betreiber der Anlage, ein qualitativ hochwertiges, verkehrssicheres und langlebiges Bauwerk übergeben werden.

17.06.2015

Die Schleuse Wolfsbruch wird durch Sport- und Freizeitschifffahrt sowie Fahrgastschifffahrt genutzt. Diese zählt mit ca. 35.000 Bootsdurchgängen jährlich, zu den höchst frequentierten Sportbootschleusen überhaupt. Die Bauzeit wurde dementsprechend von Ende September 2014 bis Ende April 2015 gewählt, um die großen Sportbootverkehre in der Saison möglichst nicht zu behindern.

Die Ausgaben für das Vorhaben belaufen sich auf 1,9 Mio. Euro und werden zu 100% durch den Bund getragen. Die Sportbootwartestellen befinden sich jeweils an einem Ufer im Ober- bzw. Unterwasser der Schleuse. Teilweise liegen in der Hauptsaison weit über 50 Fahrzeuge gleichzeitig in den Vorhäfen und warten auf den Schleusenvorgang. Im oberen Vorhafen wurden 200 m und im unteren Vorhafen 440 m der Sportbootwartestellen ersetzt.

Durch die Baumaßnahme wurde die uneingeschränkte Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Sportbootwartestellen mindestens für die nächsten 60 Jahre wiederhergestellt.

Die Schleuse Wolfsbruch wurde in den Jahren von 1876 bis 1881 gebaut. Sie befindet sich im Bereich der Rheinsberger Gewässer, am Wolfsbrucher Schleusenkanal, welcher den Kleinen Pälitzsee mit dem Großen Prebelowsee verbindet.

Hintergrundinformationen:
Die im Eigentum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes stehende Schleuse liegt am Wolfsbrucher Schleusenkanal bei km 2,37 und überwindet einen Höhenunterschied von ca. 0,50 m.

Die Sportbootwartestellen waren aus Faschinenpackwerk mit vorgesetzten Holzpfählen, welche als Festmacher genutzt werden, ausgebildet. Die hohe Anzahl an Booten in Verbindung mit der immer größer werdenden Anzahl von großen Fahrzeugen bewirkte, dass die Belastung auf das Faschinenpackwerk zunahm. Auch das bei Sportbooten in den letzten 15 Jahren immer mehr zum Einsatz kommende Bugstrahlruder führte zu einer deutlich stärkeren Belastung und
machte einen Ersatz der Sportbootwartestellen erforderlich.

Dabei wurde die vorhandene Uferbefestigung durch eine Spundwand mit aufgesetzten, verschweißten Festmacheeinrichtungen ersetzt. Weiterhin kamen Pfähle mit Leitwerk zum Einsatz. Die Oberkante der Spundwand liegt teilweise unter Wasser. Die Böschungssicherung erfolgt durch eine Kombination aus Spundwand und Gabionen. Separate Festmache- und Leitpfähle wurden in den Baugrund gesetzt, um der Sportbootschifffahrt sicheren Halt und Richtung zu geben.

Das Bauvorhaben wurde durch eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Otto Mette Wasserbau aus Berlin und Eurovia Verkehrsbau Union aus Lindow vertragskonform und in der vorgesehen Bauzeit ausgeführt. Die beteiligten Bauschaffenden kamen überwiegend aus der Region. Auftraggeber war das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg als Investitionsbündelungsstelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der Betrieb und die Unterhaltung der Schleusenanlage erfolgen durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde.

Quelle: Pressemitteilung, wsv.de, Wasser- Schiffahrtsverwaltung des Bundes

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