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Compact Pipe im Güldenauer Weg, Berlin

Compact Pipe hat sich als Rohrsystem zur grabenlosen Sanierung von defekten Wasser-, Gas-, Kanal- und Industrierohrleitungen erwiesen.

21.03.2014

Die Firma Stehmeyer + Bischoff Berlin wurde im Februar 2014 von den Berliner Wasserbetrieben mit den Schlauchliningarbeiten im Güldenauer Weg beauftragt. Es sollten 10 Haltungen aus Beton mit dem Schlauchliningverfahren renoviert werden.

Die Gesamtlänge der Regenwasserkanäle betrugen 170,00 m DN 400 B und 140,00 m DN 300 B.
Bei der im Vorfeld durchgeführten TV Voruntersuchung wurde eine erhebliche Schädigung der Betonkanalwandung durch Korrosion festgestellt. Durch die Betonkorrosion wurde die Wandstärke um ca. 20-25% abgetragen. Die Zuschlagstoffe des Betons lagen frei.

Um den Güteanforderungen der Berliner Wasserbetriebe sowie des Güteschutz Kanalbaus gerecht zu werden, hätte im Vorfeld des Schlauchlinings eine Sohlsanierung  bzw. eine Kanalreprofilierung ausgeführt werden müssen. Hierbei hätte der Ergelit  Mörtel zum Einsatz kommen müssen. Dies hätte erhebliche Zusatzkosten sowie eine Verlängerung der Bauzeit nach sich gezogen. In Absprache mit den Berliner Wasserbetrieben wurde das Close Fit bzw. Compact Pipe Verfahren der Fa. WAVIN angeboten und auch beauftragt.

Bei diesem Verfahren wird handelsübliches PE – HD Granulat zu einem endlosen Strang extrudiert, im warmen Zustand in die benötigte C – Form gefaltet und auf Trommeln gewickelt auf die Baustelle geliefert. Die Herstellung erfolgt nach der DIN 8075/8075 und unterliegt den Güteschutzanforderungen der DIN 50049/2.1.

Das PE–HD Material ist gegen alle gängigen kommunalen und industriellen Abwässer chemisch resistent. Durch die C–Form wird der ursprüngliche Durchmesser um ca. 30% verringert und ein Einziehen in den zu sanierenden Kanalabschnitt ermöglicht.

Nach erfolgter Kanalreinigung, Kalibrierung und genauem Einmessen der vorh., wieder einzubindenden Anschlusskanäle, wird ein PE–HD Zugkopf mittels PE–HD Spiegelschweißung an den Inliner geschweißt.

Eventuelle Querschnittsreduzierungen oder einragende Kanalteile müssen im Vorfeld mittels Fräsroboter bzw. in offener Bauweise beseitigt werden.

Der Compact Pipe-Einbau erfolgt ohne Tiefbauarbeiten  über vorhandene Einsteigeschächte (min. Durchmesser 1,00 m) mit Hilfe einer Seilwinde. Nach dem verschließen der CP Enden durch aufschweißen von PE – HD Plattenmaterial wird der Inliner mit einer Temperatur von ca. 120°C und von Druck einem ca. 5 –6 bar beaufschlagt und in seine ,,ursprüngliche Runde Form“ zurückverformt ( Memoriereffekt).

Nach einer entsprechenden Abkühlphase werden die Linerenden im Schachtbereich auf Länge geschnitten und durch das Anschweißen von PE Ringen fixiert.

Mit dem Wavin Compact Pipe-Verfahren können Entwässerungs- und Druckrohrleitungen bis zu einer Länge von bis zu 700,00 m in einem Stück und bis zu einer Dimension von DN 500 saniert werden. Die Liner werden nach Arbeitsblatt A 127 ohne Berücksichtigung des Altkanals statisch berechnet.

Der Compact Pipe Inliner ist in den Druckstufen PN 4 / SDR 32, PN 6 / SDR 26 und PN 10 / SDR 17 (je nach geforderter stat. Berechnung) erhältlich.

Durch den wirtschaftlich sehr günstigen Einsatz des Wavin Compact Pipe Verfahrens konnte die Bauzeit und damit der Kostenrahmen für den Auftraggeber erhebliche reduziert werden. Als positiven Nebeneffekt konnte die CO2 Emission auf ein Mindestmaß reduziert werden. 

Autor: Lutz Kleinfeldt, Projektleiter Sanierung

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