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Presse

Auch Kälte stoppt unsere Driller nicht

Die K + S Kali GmbH musste im Rahmen eines Neubaus einer Salzwasserleitung drei Nebenarme der Fulda bei Eichenzell kreuzen. Herausforderung bei diesem Projekt war der Baugrund.

01.06.2013

Eichenzell ist eine idyllische Kleinstadt im Landkreis Fulda, die u. a. für eine karnevalistische Herrentanzgruppe berühmt ist, mit der deutsche Meisterschaften gewonnen wurden.

Die K + S Kali GmbH als Bauherr musste im Rahmen eines Neubaus einer Salzwasserleitung drei Nebenarme der Fulda bei Eichenzell kreuzen. Dieses sollte mittels einer Horizontalbohrung erfolgen. Herausforderung bei diesem Projekt war der Baugrund. In einem fundierten mehr als 50seitigem Gutachten wurden ausführlich verschiedenste geologische Risiken beschrieben, die Einfluss auf eine Horizontalbohrung haben könnten (Kies, Schotter, Geröll, Klüfte, inhomogene Schichtenverläufe, starke Abrasivität, Spülungsverluste, unstabile, rollige Böden). Diese Summe an schwierigen Böden wurde insbesondere oberflächennah (6 - 8 m unter OKG) angetroffen. Der Baugrundbeschreibung lag ein Leistungsverzeichnis bei, das es aus der Position von LMR nicht ermöglichte, Risiken und entsprechende Gegenmaßnahmen angemessen zu bepreisen.

Aus diesem Grund hatte LMR ursprünglich trotz mehrfacher Anfrage von einer Angebotserstellung abgesehen. Nachdem beim Bauherrn nur unzureichend ausgearbeitete Angebote eingegangen waren, wurde LMR erneut gebeten, ein Angebot abzugeben. Dies erfolgte auf der Basis einer Ausarbeitung zur Risikobewertung und einem Angebot auf Tagesratenbasis. Die Arbeiten wurden dann unter Zuhilfenahme neuester Technik innerhalb kürzester Zeit zur vollen Zufriedenheit des Bauherrn durchgeführt.

Zunächst wurde auf der Startseite der Bohrung ein Schutzrohr mit dem Bohrgerät eingebaut, mit der Zielsetzung, die instabilen und inhomogenen Böden abzusichern. Dabei wurde eine spezielle Bohrspülung verwendet, die dieses Unterfangen erfolgreich ermöglichte. Anschließend wurde die Pilotbohrung durchgeführt und auf der Austrittsseite ein Schutzrohr (wiederum mit dem Bohrgerät) installiert. Dem folgten das Aufweiten des Bohrloches und ein Checktrip. Der anschließende erste Rohreinziehversuch wurde nach 50 m abgebrochen, da die Drehmomente und Zugkräfte unakzeptabel anstiegen. Das Rohr wurde frei von Schäden geborgen.

Es folgten Reinigungsarbeiten des Bohrloches, die mit speziellen Bohrwerkzeugen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Anschließend gab es einen zweiten erfolgreichen Rohreinziehversuch. Anzumerken bleibt, dass mangels vorhandener Rohrbaufläche der Produktrohrstrang in vier Segmenten eingezogen wurde; diese wurden während Unterbrechungen des Einziehvorgangs geschweißt, geprüft und isoliert. Die gesamte Bohrmaßnahme konnte trotz Temperaturen von bis zu -11°C durchgeführt werden.

Von unserer Seite ein großes Lob an den Bauherrn und den Hauptunternehmer, die mit meisterlicher Gelassenheit an diese sehr ungewöhnliche Bohrung herangegangen sind.

Autor: Ernst Fengler, Geschäftsführer LMR

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