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Presse

Tiefseewasserhafen Jadeweserport eröffnet

Mit der Befestigung von rund 1 Mio. qm Freifläche im (Container-Terminal und der KV-Anlage, dem Neubau des ,Terminal House’ fur Eurogate und dem Bau des Nordfrost Logistikzentrums in der angrenzenden JadeWeserPort Logistics Zone hat die Ludwig Freytag Gruppe das Containerterminal im JadeWeserPort wesentlich geprägt.

10.11.2012

Einer der Hauptleistungsträger beim Bau und Ausbau des Containerterminals und Logistikzentrums im neuen JadeWeserPort war und ist die Ludwig Freytag Gruppe aus Oldenburg. Neben der Befestigung von rund 1 Mio. qm Freifläche im Container-Terminal und der KV-Anlage erstellte das traditionsreiche Familienunternehmen den Neubau des ,Terminal House' für Eurogate und baute das Nordfrost Logistikzentrum in der angrenzenden JadeWeserPort Logistic Zone.

Innovation und grundsolide Ingenieur- und Bauleistungen haben bei Ludwig Freytag Geschichte. Als Ludwig Freytag 1891 sein Bauunternehmen gründete, verfolgte er bereits das Ziel komplette Bauleistungen anzubieten. Erfahrung, Qualitätsbewusstsein und Solidität prägten seine Arbeit und die der nachfolgenden Generationen bei einer Vielzahl von Bauprojekten im norddeutschen Raum. Anknüpfend an die traditionellen Tugenden der Gründerzeit ist Ludwig Freytag heute in mehreren hoch spezialisierten Geschäftsfeldern tätig und realisiert gleichzeitig Komplettlösungen von der Planung über die schlüsselfertige Ausführung bis zur Betreuung und Wartung von Baumaßnahmen verschiedenster Art und Größenordnung. Das Bestreben eines ständig verbesserten und umfassenden Angebotes zum Nutzen der Kunden ist dabei Handlungsgrundlage. Das gewachsene Know-how aus vier Generationen Bautätigkeit als Familienunternehmen, die Leistungs- und Innovationskraft von etwa 1.000 qualifizierten Mitarbeitern sowie die Vielseitigkeit der mittelständischen Unternehmensgruppe bei kurzen Entscheidungswegen garantieren optimale Lösungen für alle Aufgabenstellungen rund ums Bauen und waren mitentscheidend für die Auswahl der Ludwig Freytag Gruppe für verschiedene anspruchsvolle Projekte im JadeWeserPort.

Freiflächenbefestigung Container-Terminal Wilhelmshaven
Vom Auftraggeber Eurogate in Bremen erhielt Ludwig Freytag den Auftrag zur Befestigung der gesamten Verkehrsflächen des Containerterminals und des Kombi-Verkehrs-Terminals, der im Zeitraum Dezember 2010 bis voraussichtlich August 2013 ausgeführt wird. Zum Auftragsvolumen von rund 50 Mio. Euro zählen die Herstellung von circa 970.000 qm Schwarzdeckenbefestigung mit Vermörtelung sowie der Trinkwasser- und Gasversorgung und der Feuerlöschanlage einschließlich aller Rohre und Revisionsstationen. Hierzu waren 12 km Schwerlastrinnen, 17 km Kanalbau, 400 km Kabelschutzrohre zu verlegen und 300 Schachtbauwerke zu erstellen. Es wurden 1,5 km Gasleitung (110 bis 160 mm), 7,5 km Trinkwasserleitung (90 bis 110 mm) und 9,5 km Löschwasserleitung (225 mm) verlegt. „Derzeit liegen wir mit unseren Arbeiten acht Monate vor dem ursprünglich geplanten Bauzeitfenster. 98 % der Infrastruktur, die unter der Oberfläche liegt, ist bereits fertiggestellt. Die restlichen Oberflächenarbeiten im Baulos 2 werden nach der Winterperiode ab April 2013 in Angriff genommen und termingerecht fertiggestellt", freut sich Volker Dibbern, Leiter der Ludwig Freytag Niederlassung Rohrleitungs- und Tiefbau.

Das Eurogate Terminal House verfügt über eine Nutzfläche von 10.170 qm

Das neue NORDFROST Seehafen-Terminal wurde als erstes Ansiedlungsprojekt am 1. August termingerecht in Betrieb genommen

Eurogate Terminal House
Auf dem Gelände des zukünftigen Eurogate Container Terminals Wilhelmshaven wurde Ende Oktober 2011 der Grundstein für das zukünftige Büro- und Sozialgebäude gelegt. Dass 20 x 90 m messende 5- und 7-geschossige Terminal House wurde termingerecht im Juli 2012 von Ludwig Freytag übergeben. Das Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von 10.170 qm und beherbergt die Büroräume sowie die Umkleide- und Sozialräume für die Belegschaft des Eurogate Containerterminals. Das Gebäude basiert auf einem innovativen Energiekonzept. Der Primärenergiebedarf beträgt 228 kW/qm und unterschreitet den Referenzwert von vergleichbaren Gebäuden um 16 %. Zur Wärmeerzeugung werden zwei Blockheizkraftwerke gleicher Leistung in Kombination mit einem Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast-Abdeckung eingesetzt. Das Gebäude arbeitet mit einer kontrollierten mechanischen Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Sein Atriumdach ist mit 72 Photovoltaikmodulen mit einer Gesamtfläche von 124 qm ausgestattet. Jedes Modul besitzt eine Leistung von 230 W.

Logistics Zone des JadeWeserPort Wilhelmshaven
Nur acht Monate nach dem ersten Spatenstich im November 2011 wurde am 1. August das neue NORDFROST Seehafen-Terminal als erstes Ansiedlungsprojekt in der Logistikzone des JadeWeserPort Wilhelmshaven in Betrieb genommen. Projektausführer für das 7,1 Mio. Euro Bauvorhaben war die ARGE Nordfrost Wilhelmshaven, bestehend aus den Firmen Ludwig Freytag (techn. Geschäftsführung, Anteil 3,55 Mio. Euro) und Knoll GmbH und Co. KG aus Haren/Ems. Erstellt wurde eine Hallenfläche von insgesamt 25.000 qm mit Fruchtterminal und einer Umschlagshalle für General Cargo. Zudem beinhaltet der Neubau die technischen Fazilitäten wie Werkstatt, Batterieladestationen für die Flurförderzeuge, zwei Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 2,75 MW und die modernen Kälteanlagen, die mit Absorbertechnik und Wärmerückgewinnung ausgestattet sind. In dem seeseitig gelegenen Verwaltungsgebäude ist auch die Grenzkontrollstelle mit daran angrenzenden Lager- und Laborräumen ansässig. Hier sind das Veterinäramt, die Landwirtschaftskammer und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ansässig, die ihre Aufgaben für den gesamten Hafen erfüllen. 45 Mio. Euro hat Nordfrost Inhaber Horst Bartels mit der Fertigstellung dieses Bauabschnittes in der Logistics Zone investiert. Unter der Aufsicht der NORDFROST-eigenen Technischen Abteilung erbrachten die am Bau beteiligten, überwiegend niedersächsischen Unternehmen „eine Leistung unter Hochdruck, die auf den Tag genau im Zeitplan liegt und die mehr als beeindruckend ist", fand Horst Bartels lobende Worte an die bei der Eröffnung anwesenden Bauleute.


Unter der Verkehrsfläche des Terminals waren 17 km Kanalbau, 400 km Kabelschutzrohre zu verlegen...


...und 300 Schachtbauwerke zu erstellen

Windkraftboom erreicht Nordenham
„Ludwig Freytag ist aber auch in weiteren Projekten der Region gut beschäftigt", berichtet Volker Dibbern. Ein Projekt von rund 135 Mio. Euro ist der Bau einer neuen Monopile-Fabrik für die Dillinger Hütte unmittelbar an der Weser am Standort Blexen in Nordenham, in der Stahlrohre für die Fundamente von Offshore-Windkraftanlagen hergestellt werden. Diese Monopiles sind bis zu 100 Meter lang und bis zu 1.500 t schwer. Den Auftrag für die Tiefbauarbeiten hat eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Ludwig Freytag aus Oldenburg und Herdejürgen & Harmsen aus Nordenham erhalten. Darüber hinaus entstehen eine 45.000 qm große Produktionshalle, ein Schwerlast-Verladekai an der Weser sowie ein Verwaltungsgebäude. 330 Arbeitsplätze werden bei ,Steelwind' geschaffen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Im Oktober 2013 soll das Steelwind-Werk den Probebetrieb aufnehmen. Für die Pfahlgründung und die Fundamente werden 30000 bis 40000 cbm Beton benötigt. Dazu wurde direkt auf dem Baugelände ein Betonmischwerk errichtet. Der Kies kommt per Schiff, das am nahen Midgard-Anleger festmachen kann. Auch die spätere Anlieferung der Bleche aus Dillingen an der Saar soll überwiegend mit Binnenschiffen erfolgen.

Neue LF-Niederlassung Emden
„Im Oktober 2011 haben wir in Emden eine neue Niederlassung eröffnet, die bereits in zahlreichen Projekten engagiert ist", berichtet Niederlassungsleiter Axel Kirchner. So investiert das Volkswagenwerk rund 1 Mrd. Euro in die dortige Werksinfrastruktur darunter eine neue 65.000 qm große Produktionshalle und ein neues Logistikzentrum mit 40.000 qm. Auch im Hafenausbau Rysumer Nacken in Emden und dem angrenzenden Industriegebiet wird Ludwig Freytag beteiligt sein. Schon Tradition hat das Engagement des Unternehmens im Offshore-Bereich. Arbeitsgebiete sind hier Kabeltrassen von Windmühlen zu Umspannwerken und deren Verbindung an Land. „Mit qualifizierten Spezialisten in den Fachfirmen der Ludwig Freytag Gruppe sowie unserem Spezialequipment für alle Hoch- und Tiefbau- sowie wasserbautechnischen Anwendungen sind wir für die künftigen Herausforderungen in unserer Region gut gerüstet", so Dibbern abschließend.


Quelle: Schiffahrt Hafen Bahn und Technik 7|2012
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